Automatenwelt Günter Bruck

Eine Annonce bracht Günter Bruck auf die Idee, sich auf dem Arbeitsmarkt neu zu orientieren. So meldete der gelernte Elektriker im Jahr 1990 ein Gewerbe an. „Mein Name ist Charlie ...“ - kennen Sie den Clown noch, der Sie und vor allem Kinder vor Supermärkten immer angesprochen hat?
Mit ihm fing alles an ...
Schnell wurde ein Kleintransporter gekauft, um die Versorgungsfahrten im weitläufigen Arbeitsgebiet zu erledigen. Die Garage wurde kurzerhand als Lagerraum und später durch den Kauf einer Lagerhalle in Reichenbach ersetzt.

Im Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Branche im Westen Deutschlands erkannte man schnell, dass eine Ausweitung des Geschäftsbetriebes in Form von Kaffee- und Getränkeautomaten erforderlich war, um den neuen Arbeitsbereich zu sichern. Viele bestehende Betriebe und neu aufgebaute Firmen nutzten schon bald diese Form für die Versorgung ihrer Mitarbeiter.

In der Jugendherberge Waltersdorf wurden 1993 die ersten Sportspiele, wie Dart und Billard, installiert. Daraus entstand erfreulicherweise ein Rahmenvertrag mit den Jugendherbergen in ganz Sachsen für das Einrichten von Sportspiel-, Snack- und Getränkeautomaten. Bis 1996 erweiterte sich der Bereich und damit die Anzahl der Automaten die gekauft, aufgestellt, gewartet und regelmäßig mit Produkten versorgt werden mussten. Die Technik der Automaten veränderte sich ständig, ebenso das Produktangebot. So ist Günter Bruck immer auf der Suche nach guten Produkten, um seine Kunden zufrieden zustellen. Allein das Angebot bei Kaffee ist groß. Doch nicht jeder schmeckt und eignet sich für den Automatenbetrieb. Aufgrund verschiedener Abnehmer, wie Betriebe, Schulen, Polizei und anderen Institutionen, erfolgt die Versorgung der Automaten täglich oder in größeren Abständen. Auf dem Zollparkplatz im Gewerbegebiet Markersdorf zum Beispiel war Günter Bruck damals täglich zugegen, um die Fernfahrer und Zollbeamten mit Kaffee, Brühe oder Cappuccino zu versorgen.

Das große Einzugsgebiet bis Hoyerswerda, Bautzen, Rothenburg, Löbau und Zittau, um nur einige zu nennen, und die hohe Frequenz turnusmäßiger Befüllung, machten es notwendig, einen Mitarbeiter einzustellen und einen zweiten Transporter zu kaufen.

2002 und 2004 waren zwei einschneidende, arbeitsaufwändige und kostenintensive Jahre im Automatenbetrieb. Erst mussten die Automaten auf die neue Währung „Euro“ umgestellt werden. Zwei Jahre später beschließt die Regierung das Dosenpfand. Für die Automatenwelt von Günter Bruck war klar, alle Automaten müssen auf Flaschenbetrieb umgebaut oder durch neue ersetzt werden. Zum festen Bestand gehören inzwischen ungefähr 200 Automaten die bedient werden. Der Service wird ständig ausgebaut. Die neuen Produkte führen zum ständigen Neueinrichten in den Automaten, inzwischen mithilfe von Computertechnik. Seit einigen Jahren gehören Verkauf, Leasing oder die Vermittlung von Finanzierungen für den Automatenerwerb zu den Dienstleistungen des Unternehmens.

Von Anfang an war die ganze Familie einbezogen und hilft mit. Trotzdem geht Petra Bruck ihren eigenen beruflichen Weg. Nach vielen Jahren bei der staatlichen Versicherung gründet auch sie 1990 ihr eigenes Unternehmen als Versicherungsmaklerin. Mit dem Abschluss Versicherungsfachfrau - IHK und regelmäßigen Weiterbildungen berät sie ihre Kunden kompetent, objektiv und individuell immer auf dem aktuellen Stand in allen Versicherungsfragen. Ein Büro haben sich Petra und Günter Bruck in ihrem Eigenheim in Deutsch-Paulsdorf eingerichtet.

Nächstes Jahr werden beide ihr 20-jähriges Jubiläum feiern. Ich wünsche beiden weiterhin viel Erfolg und immer zufriedene Kunden.

K. Linke

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